Heute ist in Nordrhein-Westfalen das Schuljahr 2026/2027 gestartet. Morgen werden bei uns im Wahlkreis die ABC-Schützinnen und ABC-Schützen eingeschult – mit Schultüte, wackeligen Knien und riesiger Vorfreude.
Allen Kindern in Meckenheim, Wachtberg, Königswinter, Bad Honnef und Hennef, die diese Woche zum ersten Mal ihren Ranzen aufsetzen: einen richtig guten Start. Und allen Eltern, die heute Morgen heimlich ein bisschen geschluckt haben: Sie sind nicht allein.
Ein schöner Tag – und eine unbequeme Frage
An so einem Tag redet man gern über Schultüten. Ich möchte auch über etwas anderes reden.
In wenigen Jahren stehen diese Kinder vor der Frage, welche weiterführende Schule sie besuchen. Und dann wird bei uns aus einer Wahl schnell eine Zuteilung.
Aus Wachtberg pendeln nach Angaben aus der dortigen Schuldebatte rund 1.436 Kinder und Jugendliche jeden Tag nach Bonn, Meckenheim oder Rheinbach – weil es vor Ort nur eine weiterführende Schule gibt. Meckenheim hat Gymnasium, Realschule und Hauptschule, aber keine Gesamtschule; wer sie will, fährt nach Rheinbach. In Bad Honnef ist die einzige städtische weiterführende Schule das Gymnasium – Gesamtschule und Realschule sind in kirchlicher beziehungsweise privater Trägerschaft.
Das sind keine abstrakten Zahlen. Das sind Kinder, die morgens eine halbe Stunde früher aufstehen. Und Familien, für die die Frage nach der richtigen Schule auch eine Frage nach dem Fahrplan und nach dem Geldbeutel ist.
Was ich ändern will
Drei Dinge, kurz:
Kürzere Wege zur Wunschschule. NRW leistet sich 17 Schulformen – und schafft es trotzdem nicht, genug Plätze dort anzubieten, wo Familien sie wollen. Ich will die Kompetenzen in einem zweigliedrigen System bündeln und die frei werdenden Mittel in Förderung und Plätze stecken.
Gleiche Startchancen, bevor die Schule beginnt. Viele Kinder kommen mit Sprachdefiziten in die erste Klasse und holen diesen Rückstand nie wieder auf. Mit dem Kinderchancenjahr fördern wir schon in der Kita – damit der erste Schultag für alle wirklich ein Anfang ist und nicht schon ein Rückstand.
Bildung darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Eine Schullaufbahn kostet Familien im Schnitt über 20.000 Euro – Klassenfahrt, Tablet, Bücher, Hefte. Ich will echte Lernmittelfreiheit und ein kostenfreies Mittagessen an unseren Schulen.
Und jetzt Sie
Ich möchte in den kommenden Wochen mit möglichst vielen Eltern, Lehrkräften und Schulleitungen bei uns im Wahlkreis sprechen. Nicht, um Ihnen mein Programm vorzulesen – sondern um zu hören, was im Schulalltag hier tatsächlich klemmt.
Was war bei Ihnen der Moment, in dem Sie gedacht haben: So kann das nicht bleiben?
Schreiben Sie mir!